Schwacher Senioren-Sonntag - Kein Sieg dabei

24Das haben sich unsere Seniorenteams anders vorgestellt: An diesem Wochenende gab es keinen Sieg zu feiern, stattdessen setzte es teilweise klare Niederlagen.

Unsere Erste empfing den ambitionierten VfB Frohnhausen am Fibelweg. Die Gäste von der Raumerstraße spielen seit Jahren um den Aufstieg in die Landesliga und kamen deswegen durchaus mit Druck zum TUSEM. Genau das wollte sich unsere Erste zu Nutze machen und selber befreit aufspielen. Der Auftakt war auch gar nicht schlecht, denn immer wieder konnten die Gastgeber Akzente nach vorne setzen. Nur die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte, deswegen gelang in der ersten Halbzeit kein Treffer. Positiv war in erster Linie die disziplinierte Abwehrarbeit, die Trainer Mike Sauer im Vorfeld von seinen Jungs gefordert hatte. 
Im zweiten Durchgang wollte man genau daran anknüpfen. Allerdings war es ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, den die Frohnhauser zu nutzen wussten. Top-Torjäger Kevin Zamkiewicz stand im Strafraum des TUSEM ziemlich unbewacht und hatte nach einer Flanke von der rechten Seite genug Zeit, den Ball mit der Brust anzunehmen und dann volley ins Tor zu schießen. Der VfB führte (49.). Das machte die Aufgabe für den TUSEM natürlich nicht wirklich einfacher, doch die Vergangenheit hat gezeigt: Eine Entscheidung war damit noch nicht gefallen. Unsere Erste bemühte sich, kam aber nicht allzu häufig vor das Tor. Die wohl beste Chance vergab Tobias Emler aus kurzer Distanz, weil er nicht mehr richtig an den Ball kam. Stattdessen legten die Gäste noch einmal nach. Nach einem Abwurf von Torhüter Nils Engelberg spritzte ein Frohnhauser dazwischen und schnappte sich den Ball. Er fackelte nicht lange und schoss die Kugel aus knapp 20 Metern unter die Latte ins Tor (68.). Damit war die Vorentscheidung gefallen. Zwar agierte der TUSEM wegen einer gelb-roten Karte gegen den VfB lange in Überzahl, doch das brachte nichts.

 

Atletico Essen - TUSEM II 3:3 (2:1)

Liebe Freunde des Fußballs fetter Beute,

da führst du 2:2 und verlierst noch 3:3. Wie geht denn das? Ein Ballverlust in der Matrix? Oder verspätetes Karma für einen gegen Ramelow getauschten Böhme im Panini-Stickeralbum der WM 2002? Wir wissen es nicht genau, wir können nur in den Spekulatius beißen. Aber vielleicht bringt dieser Spielbericht ein wenig Licht ins Dunkel.

Die Formkurve des Tusem auf einem Graphen der aktuellen Spielzeit zeigt alles von Schlangenlinien über Kängurusprünge bis hin zu der auf dem Rücken liegenden Schildkröte. Nehmen wir dagegen die Ergebnisse der letzten drei Partien, konnten wir uns mit Unfug und Recht Hoffnungen auf einen Erfolg bei der Selección von Athletico machen. Der Tusem war bereit den von der Sonne zu Asche verwandelten Platz zu stürmen.

Dieses Spiel war ein Fall für Jonathan Frakes, denn schon in der 8. Minute passierte das Unfassbare. Wir hatten den Ball, Athletico das Tor. 0:1. Die Diskrepanz zwischen Spielanteilen und Anzeigetafel löste ein allgemeines „Häähh“ aus. Der Tusem brillierte nach Belieben. Nur das Zählbare musste bis zur 43sten warten. Nach Beinchenstellen an Tiede glich Schmidt vom Punkt aus, was eine Führung hätte sein können, aber nicht war, aber hätte sein sollen, aber nicht gewesen ist, aber hätte gewesen sein müssen, aber nicht gewesen wäre, wenn nicht geworden war, was nicht hätte werden würden, es sei denn, es wäre nicht gewesen, wäre das, was gewesen worden wäre, nicht gewesen. Kurzum: Während wir darüber nachdachten, erzielte der Gegner sein zweites Tor.

Pause.

In Hälfte Zwei das gleiche Bild: Wir zerbrachen uns die Köpfe an simplen Gleichungen. Ballbesitz + Spielfreude – Aussehen unserer Spieler = Torerfolg? Wir knobelten munter weiter, ehe uns urplötzlich ein Licht aufging. Zwei Geistesblitze in der 47. und 58. Minute brachten uns erst die gefühlte, dann die gelebte Führung ein. Eine Messe mit dem Prädikat gelesen möchte man meinen. Nicht heute. Das Kuriositätenkabinett hielt noch ein Hinterzimmer für uns bereit. Wenn ein rüdes Foulspiel Gelb gegeben hätte und ein taktisches Foul Gelb gegeben hätte und ein Spieler schon Gelb hat, hätte er dann nicht laut Fahrradkette drei mal Gelb? Keineswegs, wenn es nach jemandes Dünken geht, der weil, wegen Senf sein sogenanntes „Fingerspitzengefühl“ beweisen will.

Ein Déjà vu überkam erst Justins Opa („hatte ich nicht heute vor einem Jahr Geburtstag?“) und dann seine Lieblingsmannschaft. Wie in der ersten Hälfte haderte der Tusem mit dem Fußballgott, und der Gegner nutzte die Unaufmerksamkeit zum Ausgleich. Oder zur Führung? An diesem Sonntag wunderte uns gar nichts mehr. 3:3 hieß es am Ende. Das gibt immerhin fünf Punkte für Gryffindor.

Bis zum nächsten Mal!

Euer Tusem II

 

TUSEM III. - FC Alanya II 1:7 (1:4)
Der Spitzenreiter war einfach eine Nummer zu groß für unsere Dritte. Die Zweitvertretung des FC Alanya kam mit einer breiten Brust und 139 Saisontoren im Gepäck zum Fibelweg. Letztendlich war der Tabellenführer nicht zu stoppen, denn schon in der ersten Halbzeit stellte er die Weichen auf Sieg. Bereits nach 27 Minuten stand es 0:3 aus Sicht des TUSEM, ehe Matthias Schramm immerhin auf 1:3 verkürzen konnte. Doch die Antwort der Gäste dauerte nicht lang, schnell stand es 1:4. In der zweiten Halbzeit legten die Gäste nach und sorgten somit für die endgültige Entscheidung.

 

TUSEM Frauen - SV Rosellen 1:5 (0:2)

Diesmal war für unsere Frauen nicht viel drin. Der Tabellendritte war am Fibelweg zu Gast und er wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Allerdings vielleicht etwas zu deutlich, denn der TUSEM steht in der Tabelle nicht viel schlechter da. Schon in der ersten Halbzeit zeigte der SV Rosellen, dass er dieses Spiel unbedingt gewinnen möchte und legte vor. Zur Pause stand es 0:2 aus Sicht des TUSEM, was sich natürlich im Anschluss ändern sollten. Dieser Plan ging allerdings nicht auf, denn schon kurz nach Wiederanpfiff erhöhten die Gäste auf 0:3. Immerhin keimte durch ein Eigentor zum 1:3 noch einmal Hoffnung auf, doch diese wurde spätestens mit dem 1:4 zunichte gemacht. Am Ende legte der SV Rosellen noch einen drauf und traf zum 1:5-Endstand.

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