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Al-Arz Libanon II - TUSEM II 2:1

Sonntag, 09. April 2017

Meisterschaftsspiel

Al-Arz Libanon II - TUSEM Essen II 2:1

Zuschauer: Interims-Invalide auf zweitem Bildungsweg umgeschult zu Hardcore-Fans

Hallo erst mal,

ich weiß gar nicht, ob Sie es wussten, aber wenn man einer Hydra den Kopf abschlägt, wachsen ihr zwei neue nach. Einer Amateur-Fußballmannschaft fehlten am Sonntag viele Köpfe. Sie wuchs über sich hinaus. Nur zur Legende reichte der Stoff nicht aus.

Langsam stellst du dir als Sympathisant des Tusems die Frage: Wären es nicht wertvollere 360 Minuten gewesen, die 37. Staffel Alarm für Cobra 11 zu gucken, als auf den nächsten Sieg dieser Mannschaft zu warten?

Die Antwort steht in den Sternen und unter keinem guten stand unser jüngster Auftritt. Um in die Erfolgsspur zurück zu wechseln, hatte das Team unter der Woche mit extra Lauf- und Streicheleinheiten den Blinker gesetzt, doch konnte man die Pferdestärken nicht auf die Straße bringen. Die Pferde fehlten. Von seinen vierundzwanzig Problemkindern standen unserem alleinerziehenden Trainer nur elf zur Verfügung. Als dann noch das Verspäten unserer Arbeitskleidung unsere Aufwärmzeit verkürzte, war das „es kann nur besser werden“ perfekt.

Und besser wurde es. Fürs Erste. Stets geduldig durch die eigenen Reihen kontrollierte der Tusem vom Anpfiff weg das Geschehen, immer auf der Suche nach der Sollbruchstelle in der gegnerischen Abwehr. Das war schön und weil es auch gut war, folgte das große ABER, das uns seit Wochen zum Scheitern verurteilt: Wir treffen nicht ins Tor!
So gefällig wir auch aufspielen, drängt der Tusem in den Strafraum, lehnt sich der Gegner zurück. Null – Null zur Pause.

Zweiter Durchgang und auf einmal konnten wir doch wechseln. Wie ausgewechselt verschwanden die Spieler, die in der ersten Hälfte noch ansehnlichen Fußball geboten hatten. Die Neuen lösten eine Fehlerkettenreaktion aus: Unachtsamkeit führte zu Ballverlusten, Ballverluste zu Kontern, und Konter zu Gegentoren. Wenn unsere Konzentration verpufft und verlorenen Bällen nur hinterhergewunken wird, quietscht die alte Leier unsren Abgesang. Nur eine Mannschaft blieb cool bei sechsundzwanzig Grad. Der Doppel- und Hitzeschlag verzehrte unser letztes Aufgebot. Die Torsch(l)usspanik reichte noch zum Anschlusstreffer, dann war Schicht.

Die Misere geht weiter. Was soll's. Wenn man, anstatt die Aufstiegsplätze durch ein Fernrohr, die ganze Saison durch ein Kaleidoskop sieht, blicken wir in eine rosige Zukunft.

Euer Tusem Ⅱ

Nächstes Spiel:

El Classico! Jueves, 13.04., por la noche 19:30, Fibelweg.

Tusem Ⅱ vs. Atletico Essen


Barisspor 84 I. - TUSEM II. 2:2

Sonntag, 26. März 2017

Meisterschaftsspiel

Barisspor 84 I. - TUSEM Essen II. 2:2
Zuschauer: Jemand, der einem Vorgang, besonders einer Aufführung, Vorführung o. Ä., zusieht.
Liebe Freunde kreativer Berichterstattung,
das Komitee für spannenden Kreisliga-Fußball tagte gestern um 15 Uhr für 90 Minuten am Lichtenhorst. Der Tusem hatte einen Gastbeitrag vorbereitet mit dem Titel „Leidenschaft und Spielfreude“. Leider musste jemand im Vorfeld die Zettel vertauscht haben. Denn was die elf Redner in Rot und Weiß vortrugen, konnte zu kaum einem Zeitpunkt überzeugen. Ohne Biss, blass und blauäugig versuchte unser Team, Argumente für drei Zähler zu sammeln. Am Ende stand ein Punkt und die Erkenntnis, wer neben die Hände spuckt, wird in die Suppe treffen.
Es hätte so schön sein können. Seit Wochen surften die Kammesheidt-Kids auf der Erfolgswelle. Selbst ein Kurz-Trainingslager wurde für letzten Freitagabend anberaumt. Zusammen mit der dritten Mannschaft erhielten wir von unseren Handballspielenden Gesinnungsgenossen Anschauungsunterricht in Dominanz. Anschließend trainierte man auf dem Trainingsgelände „Rü“ kollektives Pressing und das Umschaltspiel von Nüchtern zu Heiter.
Es half alles nichts. Der Tusem fand von Anfang an nicht ins Spiel. Ab der Mittellinie wollte man dem Gegner die Kugel abjagen. So weit, so großartig, wenn dieser sich nicht vor allem auf zwei Dinge verstand: Lange Bälle und lange Bälle. Mit beidem gelang es Barisspor immer wieder hinter unsere Abwehr zu kommen. Von dort war der Weg nicht mehr weit bis zum 1:0 in der 18. Minute. Ein Rückstand, dem wir bis zur 73. Minute hinterherliefen, dann stand es 2:0.
Der Abstand auf der Anzeigetafel, war noch immer kleiner, als der zum eigenen Anspruch. Also besannen die Jungs vom Fibelweg sich für die Schlussviertelstunde und erzielten durch Tore von C.C. Decker und Justin-„das hat ihm doch sein Opa gezeigt“-Behrendt den Ausgleich.
Bedanken möchten wir uns gerne noch bei folgenden Augenzeugen, die uns von der Seitenlinie aus unterstützten: Vater Kimpel und „KS7 and the Gang“
Nächstes Wochenende tagt das Komitee wieder im eigenen Wohnzimmer. Da werden wir uns nicht mehr verzetteln. Denn diese Mannschaft wird nicht aufhören zu lernen, bis sie das Erfolgsrezept auswendig kann.
Bis zum nächsten Mal!
Euer Tusem Ⅱ


TUSEM Essen II. - Fort. Bredeney II. 2:0

Sonntag, 19. Februar 2017

Freundschaftsspiel

Bericht: Simon Höller

TUSEM Essen II. - Fort. Bredeney II. 2:0

Unsere zwölften Männer: Justins Opa, Lars Vater

Willkommen am Fibelweg!
Wo Ruhrpott nicht skandiert, sondern ins Ohr geraunt wird. Wo die Ultras die Spieler nach der Partie zum Kuchenessen erwarten, weil sie tatsächlich zur Familie gehören. Wo Imbissbuden nach dem Wärmegrad ihrer Speisen und ihrem postmodernen Baustil benannt sind. Und wo der Tusem zu Hause ist, um unter Einschluss der Öffentlichkeit seiner Freizeitbeschäftigung nachzugehen.

Das nächste Sechspunktespiel der Vorbereitung stand an. Zu Gast waren unsere Nachbarn aus Bredeney. Die beiden Mannschaften trennte heute mehr als die A52, genau genommen: Zwei Tore.

Der Tusem begann mit gutem alten Catenaccio. Heuballen wehten durch unseren Strafraum, Vögel nisteten im Fünfer, anders auf der Gegenseite. Im Angriff spielten wir gefällig und belohnten uns nach einer knappen Viertelstunde. Einen Schuss von der Strafraumgrenze konnte der Bredeneyer Schlussmann nicht festhalten und obwohl die römische Glücksgöttin das Trikot der Gäste zierte, war sie dem Tusem hold. Der Ball landete vor den Füßen von Max Tiede, der das Geschenk annahm und zur Führung vollendete. Unerklärlich, dass unsere Mannschaft daraufhin den Gegner zurück ins Spiel kommen ließ. Im Aufbau landeten die Pässe nicht mehr beim Mitspieler. Bredeney lernte den Sechszehner des Tusems kennen und vergab eine gute Gelegenheit nur knapp.

Nach der Pausenpredigt zeigte die Heimelf wieder, warum sie die beste zweite Mannschaft im Seniorenbereich der Fußballabteilung des Vereins ist. Hinten brannte nichts mehr an und vorne schraubte sich das Ergebnis in die Höhe. Um eins mehr. Nach einer Ecke köpfte Jonas Strohte mit dem Kopf ins Tor und zeigt dabei ungeahnte Qualitäten als Goalgetter. Den zuschauenden Coffee- und Bratwurstgettern gefiels. Auch David Guetta twitterte seine Zufriedenheit mit dem Auftritt des Teams.

Bis zum nächsten Mal!

Euer Tusem Ⅱ


TUSEM II. - SG Schönebeck II. 2:2 (0:1)

Sonntag, 12. Februar 2017

Freundschaftsspiel

TUSEM Essen II. - SG Schönebeck II. 2:2 (0:1)

Zuschauerzahl: 5 (Justins Opa, Lars Vater, Andy and the Girls)
Das Ergebnis der heutigen Partie lässt sich mit den Worten der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach zusammenfassen: „Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus“
Zum Spielverlauf folgendes:
Zwei Mannschaften auf Augenhöhe, in der ersten Halbzeit gute Gelegenheiten auf beiden Seiten, der Gast zeigt sich treffsicherer, der Tusem lässt zu viel liegen, mit 0:1 geht es in die Pause. In der zweiten Hälfte präsentiert sich die Heimtruppe unter ihrem neuen Cheftrainer zielstrebiger, kombiniert flüssiger und dreht durch die beiden Hütten von Torjäger Justin B. vorerst das Spiel. In der Defensive setzt der Tusem nun um, was er in den letzten Wochen trainiert hat. Kaum Bälle finden noch den Weg vor das Gehäuse unseres Keepers. Doch der Deckel wird nicht drauf gemacht, der Sack nicht zu gemacht und die Messe nicht zu ende gelesen, sodass den Gästen noch der Ausgleich gelingt.
Die äußeren Umstände rund um die Begegnung, die Wetterlage, der Preis für Kaffee auf dem Weltmarkt, und die Abwendung der Haargummi Krise des Berichterstatters sprachen wiederum für ein Sportereignis im oberen Bereich von „achtbar“, fast schon am Rand zu „sehenswert“.
Der Schnee von gestern war Schnee von gestern und der Platz war gut zu bespielen. Hoch „Erika“ ist ein heimlicher Tusemfan.
Der Kurs für ein Pfund Kaffee liegt aktuell bei 1,46 U.S. Dollar und bleibt damit stabil zum Vortag. Auswirkungen auf die Preisentwicklung in der Heißen Kiste für die Füllgröße „einen Becher“ sind nicht zu erwarten.
Vor der Partie, nach dem Aufstehen musste der Autor dieses Spielberichts einen Mangel an Haargummis feststellen, die er zur Instandhaltung seiner Gesichtsbehaarung benötigt. Glücklicherweise fand er noch rechtzeitig ein Exemplar, das sich unter ein Sofakissen verirrt hatte.
An dieser Stelle noch ein „get well soon“ an unseren linken Flügelflitzer Michael G., der im Training der vergangenen Woche einen Kopfschuss hinnehmen musste, sich aber auf dem Weg zur Besserung befindet. Eine durch die Erschütterung hervorgerufene, plötzliche Verbesserung seiner kognitiven Leistungsfähigkeit ist bisher nicht festzustellen.
Bis zum nächsten Mal!
Euer Tusem Ⅱ


Adler Union Frintrop III. - TUSEM II. 7:2 (3:0)

Sonntag, 04. Dezember 2016

Meisterschaft

Bericht: Simon Höller

Adler Union Frintrop III. - TUSEM Essen II. 7:2 (3:0)

Ein sachlicher, erklärender Spielbericht? Das wäre heute echt zu viel verlangt! Erste Hälfte wieder einmal eine leichte optische Überlegenheit ohne wirklich zwingend zu werden. Einige Abschlüsse aus der zweiten Reihe die knapp, aber eben halt vorbei waren. Erstes Gegentor nach einer Ecke von uns ein perfekter Konter. Die wirklich guten Tempogegenstöße von Adler in Kombination mit krassen Individuellen Fehlern von uns sollten uns dann auch heute das Genick brechen.
3:0 stand es zur Halbzeit, wir sind aber Wild entschlossen aus der Pause gekommen, Vollgas in Richtung Adlertor. Erster Konter in Durchgang zwei, 4:0 und der Wille war gebrochen. Zwar kam noch der Anschlusstreffer durch Patrick Huesmann zum 1:4 und die Ergebniskosmetik von Justin Behrendt zum 2:7 aber auch das sollte uns vor einer Gnadenlosen Blamage nicht retten.
Zu viel, nennen wir es mal „Selbstbewusstsein“ hatten wir nach dem 9:1 der Vorwoche im Rücken. Zu viel Egoismus auf dem Platz, zu viel Egoismus neben dem Platz, zu wenig Mannschaft. Heute kann man sich für das Auftreten nur Schämen. Und Adler gratulieren, die haben nämlich die Räume, die sich aus unserem fehlenden Kollektiv ergeben haben, wirklich gut genutzt. Das war eine Lehrstunde, wie man mit wenigen Ballkontakten und einfachsten Pässen erfolgreich Fußball spielen kann. Konter aus dem Lehrbuch, Hut ab!


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